Nikolaus, der Wundertäter
Kategorie: Nikolausgeschichten
Nikolaus, der Wundertäter Lesezeit: ca. 5 Minuten Es waren einmal zwei Brüder, der eine war reich und der andere arm. Der Arme hatte eine große Familie, und zu essen gab es nichts mehr. Da ging er zum Bruder und bat ihn um Mehl; doch der schlug es ihm ab. Der Arme nahm ein Bild von Nikolaus dem Wundertäter und brachte es dem Reichen als Pfand. Der Bruder traute ihm nicht und fragte: "Wer wird für dich bürgen?" Da antwortete das Heiligenbild: "Ich bürge für ihn." Der Reiche verwunderte sich darob, aber nahm das Bild an und gab dafür einen Sack Mehl.
Autor: unbekannt
Ein Jahr verging, ein zweites und ein drittes, aber der Arme zahlte dem Bruder die Schuld nicht zurück. "Welch ein Betrüger ist doch der Heilige!" dachte der Bruder, "und dabei hat er noch gesagt, er verbürge sich." Er nahm das Heiligenbild, brach sich Ruten ab und trug das Bild hinaus auf das Feld, um es dort zu prügeln. Unterwegs begegnete ihm ein Kaufmannssohn und fragte, wohin er das Bild trage. Der Reiche erklärte es ihm. Da bat jener, er möge ihm den wundertätigen Nikolaus verkaufen, gab zwei Sack Mehl für ihn und trug ihn heim. Seine Mutter lobte ihn für die gute Tat, und sie hängten das Bild auf.
Zu dieser Zeit mußte der Kaufmann mit seinen Schiffen in ein anderes Zarenreich fahren; drei seiner Onkel hatten sich schon mit ihren Waren auf die Reise gemacht und nicht auf ihn gewartet. Da wollte er einen Aufseher in seinen Dienst nehmen und fand auch einen. Die Mutter schenkte dem Aufseher ein Ei und sagte, er solle es zusammen mit ihrem Sohn verspeisen. Jener schnitt das Ei in die Hälfte, aber die größere nahm er für sich, die kleinere gab er dem Hausherrn. Da befahl die Mutter, diesen Mann laufen zu lassen, und sagte: "Er sorgt mehr für sich als für seinen Herrn." Der Kaufmann suchte nun so lange einen Aufseher, bis er einen solchen fand, der die größere Hälfte vom Ei seinem Herrn gab und die kleinere für sich selber nahm.
Sie machten sich dann auf und fuhren ab. Auf dem Meere kamen sie an einer Insel vorbei, und auf der Insel erblickten sie einen alten Mann, der bat sie, ihn auf ihr Schiff hinüberzuholen, und das taten sie auch. Dann fuhren sie in das fremde Zarenreich und handelten so glücklich, daß sie das Geld nicht mehr zu zählen vermochten. Der Zar in dem Lande hatte eine Tochter, die war einmal in ihrer Kindheit von ihm verflucht worden; sie starb darauf und lag schon lange in der Kirche im Sarge. Jede Nacht gingen die Leute einer nach dem andern zu ihr, den Psalter zu lesen, und alle fraß sie auf. So kam auch die Reihe an einen der Onkel des Kaufmannssohnes. Was sollte er tun? Sterben wollte er nicht, aber fortbleiben durfte er nicht. Da bat er den Neffen, für ihn zu wachen. Der ging aber vorher zum Alten und holte sich von ihm Rat, und der Alte sagte ihm, er solle dafür von dem Onkel zwei Schiffe mit Waren verlangen, gab ihm auch ein Buch und ein Stück Kohle und befahl ihm, sich in der Kirche nicht umzuschauen. Der Neffe tat, wie er ihm geraten hatte, las in der Nacht den Psalter am Lesepult in der Kirche und zeichnete um sich herum mit der Kohle einen Kreis. Um Mitternacht aber, da stieg die Zarentochter aus dem Grabe und fing an, mit den Zähnen zu knirschen. "Ha! Jetzt bist du mir verfallen!" Doch sie konnte auf keine Art in den aufgezeichneten Kreis hineingelangen. Sie wand sich und mühte sich, bis ihre Zeit herum war und sie dort am Kreise niederfiel. Der Neffe aber las immerzu; am Morgen hob er die Zarentochter auf, legte sie zurück in den Sarg und ging selber nach Hause. Sie alle, das Volk und der Zar, staunten, daß er am Leben geblieben war. Der Onkel jedoch mußte ihm zwei Schiffe geben; die Waren gingen rasch ab, und Geld hatte er nun scheffelweis.
In der nächsten Nacht kam die Reihe an den zweiten Onkel, in der übernächsten an den dritten; der Neffe nahm von ihnen je zwei Schiffe und wachte unbeschadet. Endlich, in der vierten Nacht, mußte er für sich selber Wache halten. Da gab ihm der Alte drei eiserne, drei kupferne und drei stählerne Ruten und sprach zu ihm: "Zwing sie, ein Vaterunser zu beten, und sobald sie ins Stocken gerät, prügle sie mit den Ruten." Der Kaufmannssohn ging zur Nacht in die Kirche, zeichnete den Kreis um sich herum und las. Die Zarentochter sprang um Mitternacht aus dem Grabe und fing an zu wüten, noch ärger als in den ersten drei Nächten. Sie hatte mit einemmal Ofenkrücken in den Händen und zerrte ihn damit fast aus dem Kreise heraus; rund herum aber tobten zahllose Teufel und machten fürchterlichen Lärm. Endlich blieb die Zarentochter ganz ermattet stehn, aber fiel nicht um. Da zwang sie der Kaufmannssohn, das Vaterunser zu beten. Und wie sie nun anfing und dann steckenblieb, schlug er mit den eisernen Ruten auf sie ein. Danach mußte sie aber weiterlesen, kam bis zur Hälfte und stockte abermals; da prügelte er sie aufs neue mit den kupfernen Ruten. Und wieder zwang er sie weiterzulesen, und sie war noch nicht zu Ende gelangt, als sie nochmals ins Stocken geriet: da schlug er sie mit den stählernen Ruten. Dann las sie jedoch richtig bis zum Schluß. Der Morgen war schon angebrochen, und hinter den Türen fragten die Leute einander: "Lebt er wohl noch?" Und als sie zwei Stimmen hörten, wunderten sie sich: "Was soll das bedeuten?" Sie öffneten die Tür und sahen den Kaufmannssohn und die Zarentochter beieinander. Gleich meldeten sie's dem Zaren. Der freute sich darüber sehr und gab dem Kaufmannssohn seine Tochter zur Frau.
Die Waren hatten sie inzwischen verkauft, und es war Zeit heimzukehren. Der Alte aber sagte dem Kaufmannssohn, daß er seiner Frau des Nachts nicht eher beiwohnen solle, bis er es ihm erlauben würde. Sie fuhren nun auf ihren Schiffen und kamen zu jener Insel. Da sprach der Alte: "Jetzt wollen wir unsern Verdienst teilen." Sie legten ihre Millionen auf zwei Hälften, und dann sollte auch die Frau geteilt werden. Der Jüngling betrübte sich gar sehr, aber es war nichts zu machen, so hatten sie es vorher verabredet, und er willigte schließlich ein. Der Alte nahm einen Säbel und hieb die Zarentochter in zwei Hälften: da krochen aus ihrem Leibe allerhand Ungeziefer und Schlangen; das waren aber alles Teufel. Der Alte reinigte den Leib und besprengte ihn mit Wasser, da wuchs er zusammen, und die Zarentochter ward wieder lebendig. "Hier hast du deine wahre Frau", sprach der Alte, "leb du mit ihr und nimm alles Geld, ich bedarf dessen nicht." Nur drei Kopeken nahm er mit sich, und dann verschwand er plötzlich, keine Spur war mehr von ihm zu sehn. Dem Kaufmannssohn war es leid um den Alten, er hatte ihn liebgewonnen wie einen Vater, aber da ließ sich nichts tun, und er reiste heim. Zu Hause erzählte er der Mutter von ihm, berichtete, was ihm begegnet war, und bedauerte den Alten. Die Mutter aber sprach zu ihm: "Warum dachtest du nicht an den wundertätigen Nikolaus? Hättest du ihm doch vorher eine Kerze geweiht." Da besann er sich darauf und ging zu dem Heiligenbild, dort brannte aber schon eine Kerze für drei Kopeken. Sie fragten herum, wer sie wohl gestiftet habe, denn der Heilige hätte eine für einen Rubel haben sollen, doch niemand bekannte sich dazu. Da erriet er, daß der Alte der heilige Nikolaus, der Wundertäter, gewesen war und für jene drei Kopeken sich selbst eine Kerze aufgestellt hatte. Sie ließen die Kerze brennen, und mit all dem Gut, das sie erworben hatten, lebten sie glücklich und zufrieden.
- Ausführliche Interpretation der Geschichte
- Welche Stimmung erzeugt die Geschichte?
- Emotionale Wirkung: Welche Gefühle löst die Geschichte aus?
- Moral und Werte: Welche spezifischen Werte vermittelt die Geschichte?
- Ist die Geschichte zeitgemäß?
- Für welchen Anlass eignet sich die Geschichte?
- Für welche Altersgruppe eignet sich die Geschichte?
- Für wen eignet sich die Geschichte weniger?
Ausführliche Interpretation der Geschichte
Die Geschichte "Nikolaus, der Wundertäter" ist weit mehr als eine einfache Heiligenlegende. Sie verbindet auf kunstvolle Weise mehrere Erzählstränge zu einem tiefgründigen Gesamtwerk. Zunächst zeigt sie den Heiligen Nikolaus nicht als distanzierten Wundertäter, sondern als aktiven, in die Welt eingreifenden Helfer, der sogar selbst als Pfand bürgt. Dies ist eine ungewöhnliche und sehr menschliche Darstellung des Heiligen. Der Kern der Handlung verlagert sich dann auf den Kaufmannssohn, dessen Charakter durch die Prüfung mit dem Ei als gerecht und demütig etabliert wird. Seine eigentliche Bewährungsprobe ist jedoch die Befreiung der Zarentochter von dämonischer Besessenheit – eine klassische Märchenaufgabe, die hier mit christlichen Ritualen (Psalterlesen, Vaterunser, Schutzkreis) verknüpft wird. Die grausame Teilung der Frau am Ende entpuppt sich nicht als brutale Strafe, sondern als notwendige Reinigung von innerem Ungeziefer, also von Sünde und Bosheit. Erst danach ist eine wahrhaftige Ehe möglich. Die Pointe, dass der geheimnisvolle Alte der Heilige Nikolaus selbst war, der sich für drei Kopeken eine Kerze stiftet, rundet die Erzählung ab und betont die Demut und Allgegenwart des Göttlichen im Alltäglichen. Die Geschichte interpretiert somit Nächstenliebe als aktives Handeln, Glauben als Werkzeug gegen das Böse und wahre Erlösung als einen Prozess der inneren Reinigung.
Welche Stimmung erzeugt die Geschichte?
Die Erzählung erzeugt eine vielschichtige und sich wandelnde Stimmung. Sie beginnt mit der düsteren Not des armen Bruders, die eine Atmosphäre der Hoffnungslosigkeit und familiären Kälte schafft. Das sprechende Bild bringt ein erstes Element des Wunderbaren und leicht Unheimlichen herein. Die Stimmung wird dann episodenhaft: Die Szene, in der der reiche Bruder das Bild prügeln will, wirkt fast grotesk-komisch. Die Reise des Kaufmannssohns ist von Abenteuerlust und Unternehmungsgeist geprägt. Die nächtlichen Wachen in der Kirche hingegen sind von intensiver Spannung, Angst und übernatürlichem Grauen erfüllt, besonders in der finalen Konfrontation mit der besessenen Zarentochter und den tobenden Teufeln. Die Lösung bringt Erleichterung und Freude. Die letzte Prüfung, die Teilung der Frau, ist schockierend und mysteriös, mündet aber in eine Stimmung der vollkommenen Reinigung und des friedvollen Neubeginns. Das Ende schließlich strahlt eine warme, zufriedene und dankbare Stimmung aus, die typisch für weihnachtliche Erzählungen ist.
Emotionale Wirkung: Welche Gefühle löst die Geschichte aus?
Beim Lesen durchlebst du ein breites Spektrum an Gefühlen. Zunächst empfindest du vielleicht Mitleid mit der Not des armen Bruders und Unmut über die Hartherzigkeit des Reichen. Das wundersame Eingreifen des Heiligenbildes weckt Staunen und eine vorsichtige Hoffnung. Die Undankbarkeit des reichen Bruders nach drei Jahren kann Enttäuschung oder sogar Empörung auslösen. Die Begegnung mit dem Kaufmannssohn bringt Rührung über dessen selbstlose Tat. Während der Kirchenwachen fühlst du mit dem Helden mit, spürst die nagende Angst und die erlösende Erleichterung nach überstandener Gefahr. Die grausame Teilungsszene löst zunächst Bestürzung und Verwirrung aus, die sich aber in Erstaunen und tiefe Dankbarkeit auflöst, wenn die Reinigung und Wiederbelebung offenbar wird. Die finale Erkenntnis, dass der bescheidene Alte der Heilige selbst war, hinterlässt ein Gefühl von Nostalgie, Demut und großer Freude. Insgesamt ist die emotionale Reise eine von der Verzweiflung zur Hoffnung, von der Angst zum Triumph und von der Irritation zur erleuchteten Klarheit.
Moral und Werte: Welche spezifischen Werte vermittelt die Geschichte?
Die Geschichte vermittelt ein komplexes Geflecht aus Werten, die sowohl christlich als auch allgemein menschlich fundiert sind. Im Vordergrund steht nicht eine dogmatische Lehre, sondern die Darstellung gelebter Tugenden.
- Barmherzigkeit und aktive Nächstenliebe: Der Heilige Nikolaus handelt, wo der reiche Bruder versagt. Der Kaufmannssohn kauft das Bild aus Mitleid.
- Ehrlichkeit und Verlässlichkeit: Die Prüfung mit dem Ei zeigt, dass ein guter Diener (oder Mensch) zuerst an das Wohl des anderen denkt.
- Glaube als Schutz und Waffe: Das Gebet (Vaterunser) und das Ritual (Schutzkreis) sind konkrete Werkzeuge gegen das personifizierte Böse.
- Durchhaltevermögen und Mut: Der Held stellt sich vier Nächte lang seiner Angst.
- Reinigung und Läuterung: Der drastischste Wert: Wahre Heilung und ein neuer, gesunder Anfang erfordern manchmal ein schmerzhaftes Aufdecken und Entfernen des inneren "Ungeziefers" – von Lastern, Sünde oder Trauma.
- Demut und Genügsamkeit: Der Heilige Nikolaus verlangt am Ende nur drei Kopeken für eine Kerze und lehnt den Reichtum ab. Wahre Größe zeigt sich in Bescheidenheit.
Diese Werte passen hervorragend zu Weihnachten, dem Fest der Nächstenliebe, der Hoffnung auf Erlösung und der Freude über die unerwartete, demütige Ankunft des Göttlichen in der Welt.
Ist die Geschichte zeitgemäß?
Absolut. Die Kernfragen der Geschichte sind heute so relevant wie eh und je. Der Kontrast zwischen hartherzigem Reichtum und würdevoller Armut, den die Brüder verkörpern, ist ein zeitloses Thema. Die Suche nach authentischer Integrität, symbolisiert durch die Eiprüfung, ist in einer Welt voller Eigeninteressen hochaktuell. Der Kampf gegen "innere Dämonen" – ob als Angst, Sucht, Hass oder Trauma – ist eine moderne Parallele zur Besessenheit der Zarentochter. Der Gedanke, dass wahre Heilung ein schonungsloses Konfrontieren und "Ausräumen" dieser inneren Zerstörungskräfte erfordert, entspricht heutigen psychologischen Erkenntnissen über Therapie. Zudem ist die Botschaft, dass Hilfe oft in der Gestalt eines unscheinbaren Fremden (der alte Mann) kommt und erst im Nachhinein erkannt wird, eine wertvolle Erinnerung, im Alltag achtsam zu sein. Die Geschichte wirft also die zeitgemäßen Fragen auf: Wie gehen wir mit sozialer Ungerechtigkeit um? Was zeichnet einen vertrauenswürdigen Menschen aus? Wie besiegen wir unsere inneren Kämpfe? Und erkennen wir die Hilfe, die uns begegnet?
Für welchen Anlass eignet sich die Geschichte?
Diese Geschichte eignet sich perfekt für besinnliche Zusammenkünfte in der Advents- und Weihnachtszeit, insbesondere um den Nikolaustag am 6. Dezember herum. Sie ist ideal zum Vorlesen im Familienkreis, bei einer gemütlichen Teestunde oder an einem Adventsnachmittag. Aufgrund ihrer Länge und Tiefe eignet sie sich auch sehr gut für Andachten oder religiös geprägte Gesprächsrunden, in denen die Themen Wunder, Nächstenliebe und Glaube diskutiert werden sollen. Darüber hinaus kann sie in einem literarischen oder märchenkundlichen Kontext verwendet werden, um die Verbindung von Volksmärchen und Heiligenlegenden zu untersuchen. Sie ist weniger ein schneller Gute-Nacht-Spruch, sondern vielmehr ein Erzählstück, das Zeit und Aufmerksamkeit verdient.
Für welche Altersgruppe eignet sich die Geschichte?
Die Geschichte ist aufgrund ihrer komplexen Struktur und einiger gruseliger sowie drastischer Elemente (die besessene Zarentochter, die tobenden Teufel, die Teilung des Leibes) vor allem für Jugendliche ab etwa 12 Jahren und Erwachsene geeignet. In dieser Altersgruppe können die symbolischen Gehalte und moralischen Fragen verstanden und diskutiert werden. Für jüngere, gefestigte Kinder ab etwa 8 oder 9 Jahren könnte eine behutsam nacherzählte, leicht geglättete Version mit Fokus auf dem wundertätigen Nikolaus und der Rettungstat spannend sein, wobei die grausameren Details ausgespart werden sollten. Die ideale Zielgruppe sind somit Heranwachsende und Erwachsene, die bereit sind, sich auf eine mehrschichtige, etwas düstere aber letztlich hoffnungsvolle Erzählung einzulassen.
Für wen eignet sich die Geschichte weniger?
Die Geschichte eignet sich weniger für sehr junge Kinder im Vorschul- oder frühen Grundschulalter. Die bildhaften Schilderungen der nächtlichen Schreckensszenen und der körperlichen Zerstückelung könnten sie ängstigen oder überfordern. Auch für Menschen, die nach einer kurzen, heiteren und unkomplizierten Weihnachtsgeschichte suchen, ist dieser Text nicht die erste Wahl. Wer eine rein säkulare, von religiöser Symbolik befreite Weihnachtserzählung bevorzugt, könnte mit den starken christlichen Motiven (Heiligenbild, Psalter, Teufelsaustreibung, Vaterunser) wenig anfangen. Ebenso ist sie für eine sehr oberflächliche oder rein unterhaltende Vorlesesituation weniger geeignet, da sie zum Nachdenken und zur Reflexion einlädt und eine gewisse Reife beim Zuhörer voraussetzt.