Charles Dickens Weihnachtsgeschichte
Handlung
Für den kaltherzigen und geizigen Londoner Geschäftsmann Ebenezer Scrooge ist Weihnachten kein Fest der Liebe, sondern eine Geld- und Zeitverschwendung, er verabscheut es regelrecht. Dieses Jahr wird die Christnacht für ihn jedoch unvergesslich…
Ihm erscheint der Geist seines verstorbenen Geschäftspartners Marley, der Scrooge dazu bewegen will seine Habgier und Unnahbarkeit abzulegen, um nicht das gleiche schreckliche Schicksal zu erleiden wie er.
Drei Geister nehmen ihn dazu in dieser Nacht mit, um ihm das Weihnachtsfest der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft zu zeigen. Das Ziel: Den hartherzigen Scrooge dazu zubringen sein Herz zu öffnen und sein Leben noch rechtzeitig zum Positiven zu wandeln.
Rezension Clive Donner, der bereits für die Film-Version von 1951 als Cutter tätig war, gelang mit dieser Neuverfilmung des Dickensschen Stoffes ein ebenso sensibles wie fantasiereiches TV-Märchen für die ganze Familie. Augsburger Puppenkiste Der griesgrämige Ebenezer Scrooge, der Weihnachten für reinen Humbug hält, wird in der Weihnachtsnacht von drei Geistern heimgesucht - und erlebt eine Wandlung, die ihn ein für alle Mal verändert. Das Herzstück des Films ist zweifellos George C. Scott in der Titelrolle. Der Film bietet solide Familienunterhaltung, wobei einige düstere Szenen für kleinere Kinder etwas erschreckend sein können. Scott verleiht Scrooge eine ungewöhnliche Würde und Ernsthaftigkeit, weniger der karikaturhafte Geizkragen als vielmehr ein kalt kalkulierender Geschäftsmann, der den menschlichen Kontakt schlicht verlernt hat. Bemerkenswert ist, dass dies die bisher einzige Verfilmung des Stoffes ist, in der Scrooge kein Nachthemd und keine Schlafmütze trägt - eine kleine, aber charakteristische Eigenheit, die Scotts Interpretation unterstreicht. Auch produktionstechnisch überzeugt der Film. Gedreht wurde überwiegend in der historischen britischen Stadt Shrewsbury, was den authentischen, atmosphärischen Charakter des viktorianischen Londons eindrucksvoll einfängt. Das hervorragende Ensemble - darunter David Warner als Bob Cratchit, Frank Finlay als Marleys Geist und Edward Woodward als Geist der gegenwärtigen Weihnacht - rundet das Gesamtbild ab. "Charles Dickens Weihnachtsgeschichte" von 1984 gehört zu den besten Adaptionen des Klassikers und ist ein echter Weihnachtsfilm-Schatz, der trotz seines Alters nichts von seiner emotionalen Wirkung verloren hat. Darsteller George C. Scott, Frank Finlay, Angela Pleasence, Edward Woodward, Michael Carter Regisseur Clive Donner FSK Freigegeben ab 6 Jahren Produktionsjahr 1984 Spieldauer 100 Minuten Film kaufen DVD Blue-Ray
