Nikolausgeschichten

Am 6. Dezember ist der Tag des Heiligen Nikolaus. Der Brauch, Kinder zu beschenken, ist seit dem 14. Jahrhundert nachweisbar. Ein bedeutender Tag in der Adventszeit, nicht nur für Kinder, die diesem Tag mit Spannung und Vorfreude entgegenfiebern. Damals wie heute erreicht die Weihnachtszeit mit dem 24. Dezember ihren Höhepunkt. Dennoch wurden früher die Weihnachtsgeschenke bereits vom Heiligen Nikolaus gebracht.

Am Nikolaustag geht es aber nicht nur darum, ob die Kinder brav und artig waren, es geht viel mehr darum, dass die Zeit rund um den Nikolaustag eine Zeit der Stille und Besinnung sein sollte. Ein Tag, an dem nicht nur an den Freund der Kinder und Schutzheiligen der Schiffer und Kaufleute erinnert wird, sondern an dem mit besinnlichen Nikolausgeschichten die gesamte Familie auf die bevorstehende Geburt und Ankunft des Erlösers eingestimmt werden sollte.

Nikolausgeschichten

Als der Nikolaus seinen Sack vergessen hat
Lesezeit: ca. 2 MinutenEs war der Abend vor dem 6. Dezember. Der Nikolaus saß geschäftig an seinem Schreibtisch und hakte die Wunschlisten der Kinder ab. Er hatte dieses Jahr wirklich alle Geschenke besorgen können. Das war ihm bis jetzt noch nicht so oft gelungen. Er kratzte sich an seinem langen Bart und gähnte. Es wurde wirklich Zeit, dass er sich auf's Ohr haute. Morgen würde ein langer Tag werden. Er räumte die Wunschlisten und sein goldenes Buch zur Seite und stand auf. Im Bett angekommen überlegte er noch einmal, was er für morgen alles brauchte. Das goldene Buch war ganz wichtig. Darin befanden sich alle Informationen über die Kinder, die er das ganze Jahr über gesammelt hatte. Die Wunschlisten …
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Autor: weihnachtsgeschichte.biz

Die Suche nach der Schneeorchidee
Lesezeit: ca. 2 MinutenEs geschah ein paar Tage vor dem Nikolaus Fest. Rudolf wurde plötzlich ganz schwach und seine sonst so kräftig leuchtende, rote Nase schimmerte nur noch leicht vor sich hin. Mit sorgenvoller Miene stand der Nikolaus neben ihm und streichelte ihn sanft.
"Lieber Nikolaus", sagte Rudolph. "Was soll bloß aus den armen Kindern werden, wenn ich nicht fliegen kann?"
"Sorge dich nicht, mein alter Freund.", antwortete der Nikolaus tröstlich. "Hilfe ist schon unterwegs."
Die Tür des Stalls wurde aufgestoßen. Draußen sah man den Schnee im Wind tanzen. Ein großer Mann kam herein. Unter seiner dicken Jacke trug er einen weißen Mantel. Das musste der …
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Autor: weihnachtsgeschichte.biz

Ein Elf auf Abwegen
Lesezeit: ca. 3 MinutenEs war wieder soweit. Der große Abend des Nikolaus rückte täglich näher und all die Elfen waren fleißig dabei, die Geschenke für die Kinder in der ganzen Welt anzufertigen. Doch bei einem Elf wollte die Weihnachtsstimmung nicht so recht aufkommen. Er stand betrübt an seinem Arbeitsplatz und verrichtete seine Arbeit. Der Nikolaus bemerkte seinen Unmut und sprach ihn darauf an:
"Lieber Taffi", sagte der Nikolaus. "Was hast du denn? Sonst bist du immer einer der fröhlichsten unter den Elfen."
"Ach und weh, guter Nikolaus...", antwortete Taffi sichtlich betrübt. "Jedes Jahr machen wir das selbe. Tagein und Tagaus. Doch die Welt ist so groß, und wir …
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Autor: weihnachtsgeschichte.biz

Nikolause
Lesezeit: ca. 4 MinutenEs war Niklausabend-Tag, und soeben hatte der Bäcker ein großes Kuchenblech voll frischgebackener Nikolause aus dem Ofen gezogen.
Die Augen standen ihnen - dass Gott erbarm! - so dick wie Froschaugen aus dem Kopfe heraus. Eine Nase hatte der Bäcker überhaupt für überflüssig gehalten - auch Ohren. Der Mund aber saß dem einen rechts - dem andern links, und hatte eine
verzweifelte Ähnlichkeit mit den Westenknöpfen.
Von den Armen und Beinen gar nicht zu reden! Was kümmerten die den Bäcker? Er hatte ja alle seine vier Glieder - und nicht zu knapp! Die Nikolause, die würde er auf alle Fälle verkaufen, ob sie nun wulstige oder spindeldürre Arme - gerade Beine oder nur zwei …
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Autor: Sophie Reinheimer

Die Geschichte vom Christkind und Nikolaus
Lesezeit: ca. 12 MinutenNun war die gute Frau Holle froh, denn jetzt hatte sie einen Knecht für ihr Christkindchen gefunden, und zugleich einen Gehilfen für die Menge von Geschäften, die es auf Weihnachten gibt. Zuerst machte sie nun mit den Engelchen zwei wunderschöne Körbe für den Esel, die wurden aus feinem Stroh geflochten und mit blauen und roten Seidenbändern verziert. Dann holten sie aus der Stadt vom Gerber schönes rotes Leder, davon nähten sie einen Sattel und Zaum und rings herum wurden silberne Glöckchen gesetzt, so dass es immer leise klingelte, wenn das Eselchen sich bewegte. Dem Grauchen gefiel es sehr wohl in dem schönen Stall bei den zwei weißen Kühen und bald hatte es das Christkind …
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Autor: Luise Büchner

Die Geschichte vom Knecht Nikolaus
Lesezeit: ca. 10 MinutenSo war nun also das Christkindlein da und wurde von Frau Holle und den Engelein mit der größten Zärtlichkeit gepflegt. Waren sie vorher fleißig gewesen, so wurde sie es jetzt noch viel mehr. Den ganzen Tag arbeiten sie für das Kind, das mit erstaunlicher Schnelle heranwuchs, im Frühjahr bereits sprechen und laufen konnte und als der Sommer herum gegangen, schon fast so groß war, wie die Mägdlein drunten im Tal, wenn sie das erste Mal zum Tanz unter die Linde gehen. Die Engelein fingen Sonnen- und Mondesstrahlen, haschten die Morgennebel und die feinsten Spinnwebe, die zu finden waren. Daraus fertigten sie Christkindskleider und einen langen, faltigen Schleier, den sie mit glänzenden …
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Autor: Luise Büchner

Die Geschichte vom Kräutchen Eigensinn
Lesezeit: ca. 6 MinutenDer kleine Georg war trotz der schönen Erzählungen der Tante beim Schlafengehen sehr unartig und sehr eigensinnig gewesen, da sagte ihm die Mama: "Nimm Dich nur in Acht, sonst bringt Dir der Nikolaus zu Weihnachten eine Rute vom Kräutchen Eigensinn!"
Als nun die Kinder am andern Abend wieder bei der Tante saßen, da sagte Mathildchen: "Liebe Tante, erkläre mir doch, was eine Rute vom Kräutchen Eigensinn ist." Der Georg saß bei dieser Frage mäuschenstill und guckte mit den großen, blauen Augen auf seine Schuhe, als ob er sie noch nie gesehen hätte, die Tante aber antwortete: "Das sind die allergefährlichsten Ruten, die es gibt, um die darf das gute …
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Autor: Luise Büchner

Die Geschichte vom Christkind-Vogel
Lesezeit: ca. 12 MinutenUnter den vielen Vöglein, die in Wald und Feld herumfliegen und singen und zwitschern, gibt es einen ganz kleinen, bunten Vogel, der kleinste von allen, den nennen die großen und gelehrten Leute den Zaunkönig. Die Kinder aber und die einfältigen Leute, zu denen die Tante auch gehört, die sagen, wenn er vorüberfliegt: "Das ist der liebe Christkindvogel!"
Freilich wissen sie kaum, weshalb er so heißt, die Tante weiß es aber und erzählt es dem Mathildchen und dem Georg folgendermaßen: "Ich habe Euch noch gar nicht gesagt, dass vier Wochen vor Weihnachten der Nikolaus auf dem freien Platz droben auf dem Böllstein jeden Abend ein großes Feuer anzündet, das heißt das …
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Autor: Luise Büchner

Nikolaus, der Wundertäter
Lesezeit: ca. 5 MinutenEs waren einmal zwei Brüder, der eine war reich und der andere arm. Der Arme hatte eine große Familie, und zu essen gab es nichts mehr. Da ging er zum Bruder und bat ihn um Mehl; doch der schlug es ihm ab. Der Arme nahm ein Bild von Nikolaus dem Wundertäter und brachte es dem Reichen als Pfand. Der Bruder traute ihm nicht und fragte: "Wer wird für dich bürgen?" Da antwortete das Heiligenbild: "Ich bürge für ihn." Der Reiche verwunderte sich darob, aber nahm das Bild an und gab dafür einen Sack Mehl.

Ein Jahr verging, ein zweites und ein drittes, aber der Arme zahlte dem Bruder die Schuld nicht zurück. "Welch ein Betrüger ist doch der Heilige!" …
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Autor: unbekannt

Vom heiligen Nikolaus
Lesezeit: ca. 2 MinutenEs war einmal in einer Stadt ein Dieb, der hatte schon viel Schlimmes getan.

Einmal beraubte er einen reichen Mann, das wurde entdeckt und man verfolgte ihn. Lange Zeit lief der Dieb durch den Wald davon, aber endlich kam er an eine freie Steppe, die war vielleicht zehn Werst lang. Da blieb der Dieb stehen und wußte nicht, was er machen sollte.

Lief er über die Steppe, so fingen ihn seine Verfolger gleich ein, denn man sah auf der Steppe alles von weitem und er hörte, daß seine Verfolger ihm schon nahe waren. Da begann er zu beten:

"Herr, vergib meiner sündigen Seele! Väterchen, heiliger Nikolaus, verbirg mich, dann opfere ich dir eine dicke …
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Autor: Alexander Nikolajewitsch Afanassjew

Hinweis:

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